Archiv für Mai 2011

Brockdorf Blockade ab 11. Juni

Stilllegung selber machen – sofort und alle!

Mitte Juni nehmen wir den Atomausstieg selbst in die Hand: Massenhaft werden wir das AKW Brokdorf blockieren. Wir glauben nicht an die Unterscheidung von “alten” und “neuen”, von “unsicheren” und “sicheren” AKWs. Unser gemeinsames Ziel ist die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke.

Mit einer Blockade im Juni können wir in Brokdorf Revisionsarbeiten behindern, die für den Weiterbetrieb des Kraftwerks notwendig sind. Gleichzeitig machen wir zum Ende des Moratoriums deutlich, dass wir nichts anderes akzeptieren werden, als den Sofortausstieg aus der Atomkraft. Wir begeben uns auf die Zufahrtsstraßen und lassen uns weder aufhalten noch vom Blockadeziel abbringen. Zu Tausenden machen wir die Zufahrtsstraßen dicht und werden sie nicht freiwillig verlassen. Wir sind entschlossen zu bleiben!

mehr Infos unter http://block-brockdorf.org

Soliparty im JUzi in Göttingen

Am 1. Juni (Mittwoch vor Himmelfahrt) gibts im Juzi in Göttingen eine Soli-Party für die
ASJ und den Antiatom-Widerstand der letzten Zeit.
Treffpunkt zur gemeinsamen Hinfahrt ist um 21Uhr am Bunten Salon (an der Fuldabrücke 6, Kassel)

gemeinsame Fahrt zur Demo am 28.5. in Göttingen

Liebe Anti-Atom-Freunde und Freundinnen,

zu gemeinsamen Abfahrt zur Demo am 28.5. in Göttingen treffen wir uns um 9.30Uhr am Hbf in Kassel. Wer kein Ticket hat kann sich in fünfer-Gruppen zusammenschließen, um mit dem schönes-Wochenende-Ticket nach Göttingen zu kommen (39€ -7,80/Person).
Abfahrt: 9.46Uhr Gleis 11
Ankunft: 10.45Uhr

Mobilisierungsmaterialien gibt es im Umwelthaus. Einfach abholen und verteilen!
Unter „Material“ findet ihr entsprechend nochmal die Info zum Ausdrucken um die Mobilisierungsplakate damit zu bestücken.

Solidarische Grüße und bis dahin,
euer AAP

Aufruf Anti-Atom-Demo in Göttingen

Atomkraft: Schluss jetzt!
Die sieben ältesten und gefährlichsten Reaktoren wurden von der Regierung für drei Monate vom Netz genommen, um die Wogen der Empörung zu glätten. Die Atomlobby wir alles versuchen, um diese Meiler wieder ans Netz zu bekommen: Denn solange sie Laufen, sind sie Gelddruckmaschinen.
Doch der Streit geht auch um die anderen, sogenannten „neueren“ AKW, die auch schon 25 bis 30 Jahre alt sind. In jedem Reaktor kann morgen ein Super Gau passieren.

Das Moratorium endet am 15. Juni. Dann entscheidet sich die Zukunft der sieben runtergefahrenen Meiler, aber auch die Zukunft der anderen: Wie viele werden endgültig stillgelegt? Was passiert mit der Laufzeitverlängerung? Bis Mitte Juni haben wir Zeit, weiten Druck zu machen, damit aus einer taktischen Betriebspause ein endgültiges Abschalten wird. So nahe waren wir AtomkraftgegnerInnen unseren Zielen noch nie. So viele Chancen, AKWs stillzulegen, gab es noch nie.
Deshalb rufen wir dazu auf, jetzt nicht nachzulassen, sondern in den kommenden Tagen alle Kraft dafür zu nutzen, dass Bundesregierung und Stromkonzerne begreifen: Der Weiterbetrieb der AKW ist nicht durchsetzbar. Am 28. Mai finden am gleichen Tag Großdemonstrationen in etwa 20 Städten bundesweit statt. Wir wollen jetzt mit zigtausenden Menschen ein kraftvolles Zeichen setzen.

Demo in Göttingen: Atomfilz aufzeigen, Atomkonzerne entmachten!
Nicht nur die vier Atomkonzerne verdienen an der Atomkraft, auch Banken und die deutsche Bahn:
Die Deutsche Bahn ist sogar direkt am AKW Neckarwestheim beteiligt. Nach einer Untersuchung der Umweltschutzorganisation „urgewald“ unterstützte zwischen 2000 und 2009 die Deutsche Bank mit 7,8 Mrd. Euro die Atomindustrie am stärksten, gefolgt von der Commerzbank mit 3,9 Mrd. Euro und der UniCredit/Hypovereinsbank mit 2,3 Mrd. Euro Unterstützung.

In unsere Region ist der Atomkonzern E-On durch E-ON-Mitte+ E-ON Westfalen Weser vertreten.
E-On hat sich auch in unserer Region eine Monopolstellung erschlichen. Über Vertrags- und Kapitalbeziehungen hat E-On versucht, sich das regionale Stromnetz unter den Nagel zu reißen. Doch z.B. wurde der laufende Konzessionsvertrag mit E-On-Mitte 2001 ohne wettbewerbliche Ausschreibung abgeschlossen und verstößt damit gegen Kartellrecht. Die Kommunen haben die Möglichkeit, sich von E-On zu trennen und das Stromnetz zurückzukaufen!

Der Energiemix des Stromkonzerns E-On kommt zu 48,5 % aus Kernkraftwerken und weiteren 42,5 % aus fossilen Kraftwerken. E-On ist mit sechs Atomkraftwerken in der Bundesrepublik der größte AKW-Betreiber. Das AKW Grohnde bei Hameln liegt nur 66 km in Hauptwindrichtung von Göttingen entfernt, ein atomarer Störfall würde unsere Region voll treffen.

Harrisburg 1979, Tschernobyl 1986, Fukushima 2011 – wir wollen nicht noch mehr Beweise, dass Atomkraftwerke nicht sicher sind.

Doch E-On hält an seinem Atomkurs fest. Der Konzern hat sogar beantragt, die Leistung und damit die Störanfälligkeit des AKW Grohnde weiter zu erhöhen, obwohl der Reaktor immer älter und maroder wird. Auch will E-On wieder besonders gefährliche, plutoniumhaltige MOX-Brennelemente durch die Lande kutschieren und im Reaktor einsetzen. Dabei hat der Block 3 in Fukushima gezeigt, dass die MOX-Brennelemente wegen des darin enthaltenen Plutoniums eine zusätzliche Gefahr darstellen.

Mit den vier großen Atomkonzernen ist eine Energieversorgung ohne Atom- und Kohlekraftwerke sowie sozialer Verträglichkeit grundsätzlich nicht zu machen. Statt einer gewinnorientierten brauchen wir eine bedürfnisorientierte, demokratisch kontrollierte Energieversorgung eines dezentralen Systems: Selbstversorgung, demokratisch gelenkte Stadtwerke und Genossenschaften.

Alle Atomanlagen sofort, dauerhaft und weltweit abschalten!
Atomkonzerne entmachten!

Sa, 28.5., 5 vor 12, Bahnhofplatz, Göttingen, Vorprogramm ab 11 Uhr

mehr Infos unter:
http://anti-atom-initiative-goettingen.de