Archiv der Kategorie 'Infos & Texte'

spontane Mahnwache falls der Castor früher rollt

Hallo liebe alle,

so wie es derzeit aussieht, rollt der Castor tatsächlich einen Tag früher.
Für alle die gerne in Kassel zur Mahnwache gehen möchten, wäre dies ein Grund, spontan einen Tag früher an den Bahnhof Willhelmshöhe zu gehen, um ihren Unmut zu zeigen. Rein rechtlich ist dies kein Problem, da eine solche Spontan-Mahnwache auch noch vor Ort angemeldet werden kann. Also schaut immer fleißig auf den Ticker und falls der Castor bereits morgen im Laufe des Tages nach Deutschland rein rollt, kommt alle am Donnerstag ab 19 Uhr zum Bahnhof!!
Den aktuellen Standort vom Castor findet ihr unter: http://castorticker.de/

Gebt diese Infos bitte an alle Leute weiter die ihr trefft und die vielleicht auch kein Internet haben…. Bildet Banden!! :-)

Wir lassen uns nicht von der Atom-Lobby an der Nase rum führen! Wir sind trotzdem da!!!

Euer AAP

Mahnwache in Kassel

Am Freitag, den 25.11 ist derzeit eine Mahnwache am ICE Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe ab 19 Uhr angemledet

Es wäre schön, wenn alle Zuhause Gebliebenen kommen würden und Krachmachsachen, Transpis, Fahnen und vielleicht auch noch ein paar Freunde
mitbringen würden!!

eventuell wird diese Mahnwache aus gegebenen Anlässen einen Tag nach vorne verlegt… sobald dies klar ist wird dies hier bekannt gegegben!

Castor 24 STUNDEN FRÜHER

der Castor 24 STUNDEN FRÜHER fährt, also am Mittwoch (!!!) Mittag

- bitte verteilt die Nachricht WO IRGEND MÖGLICH und SEHT UNBEDINGT WAS SICH MACHEN LÄSST!!!

Der Transport ist verschoben worden: die neue offizielle Abfahrtzeit soll am Mittwoch 23.11.2001 um 14:36 sein (Bahnhof Valognes, 14:20 Güterbahnhof).

Ab Rémilly: 09:43, wie früher geplant, nun 24 Stunden vorher.

Pressemittleilung der FR zu: Massive Drohgebärden gegen Atomkraftgegner in Kassel

Frankfurter Rundschau 05.11.2011
http://www.fr-online.de/rhein-main/castor-transport-streit-um-proteste-gegen-castor,1472796,11104534.html

Die Initiative „X-tausendmal quer“ will Blockade-Trainings für Demonstranten veranstalten – jetzt meldet sich der Staatsschutz bei der Anti-Atom-Gruppe.

Der nächste Castor-Transport naht – und die Anti-Atomkraft-Bewegung mobilisiert sich für Proteste gegen die Reise des strahlenden Mülls nach Gorleben. Die Initiative „X-tausendmal quer“ bietet in vielen Städten Trainings an, in denen sich Teilnehmer auf die Situation einer gewaltfreien Blockade vorbereiten können: auf die große Polizeipräsenz, auf den Umgang mit Angst, mit Wut. Um rechtliche Fragen geht es außerdem. In Kassel wird all das jetzt schon relevant.
In der Nordhessen-Metropole sollte am 13. November ein „Blockade-Training“ in der Turnhalle einer privaten Schule stattfinden. Nach Berichten der Lokalzeitung meldete sich das Kultusministerium, bezeichnete das Vorgehen der Schule als „äußerst problematisch“ und bat den Dachverband der Waldorfschulen zum Gespräch.
Ministerium hat starke Bedenken
Auch die Abteilung Staatsschutz beim Polizeipräsidium Kassel sah sich offenbar gefordert. Die Initiative „Anti-Atom-Spaziergang Kassel“, die das Training organisiert, berichtet von einer E-Mail der Behörde an die Organisatorin. Dieser wird „vorsorglich“ nahegelegt, die Veranstaltung abzublasen. Die Durchführung könne den Tatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten erfüllen, wird gewarnt.
„X-tausendmal quer“ sieht all das als Versuch, Engagement zu kriminalisieren. „Mit massiven Drohgebärden sollen hier Trainings in gewaltfreier Aktion und deeskalierendem Verhalten verhindert und die Initiatoren eingeschüchtert werden“, sagt Sprecherin Luise Neumann-Cosel: Im vergangenen Jahr hätten bundesweit rund 100 Blockade-Trainings stattgefunden, auch in Schul-Turnhallen: „Es kam bei keinem zu solchen Reaktionen.“
Die Polizei soll sich in ihrer Mail auf die Presseartikel berufen und auf die Staatsanwaltschaft Kassel. Deren Pressesprecher äußerte sich gestern jedoch weit zurückhaltender: Eine Aufforderung zu einer konkreten Straftat konnte er da nicht herauslesen.

Massive Drohgebärden gegen Atomkraftgegner in Kassel

X-tausendmal quer
Gewaltfrei und ungehorsam gegen Castor und Atomkraft

Pressemitteilung
4. November 2011

Massive Drohgebärden gegen Atomkraftgegner in Kassel
Hessischer Staatsschutz ermittelt gegen Blockade-Training

Behörden und Medien versuchen in Kassel, ein Castor-Blockade-Training zu verhindern. Die örtliche Initiative „Anti-Atom-Spaziergang Kassel“ und X-tausendmal quer hatten das Training in gewaltfreier Aktion für den 13. November in der Kasseler Jean-Paul-Schule angekündigt. Daraufhin wurden die Initiatoren und die waldorfpädagogisch ausgerichtete Jean-Paul-Schule unter Druck gesetzt, das Blockade-Training abzusagen. Die Staatsanwaltschaft Hessen wandte sich via Staatsschutz und Kriminaldirektion per E-Mail an die Organisatorin Ulrike Niklaus und drohten mit strafrechtlichen Konsequenzen, sollte die Initiative weiter an dem Aktionstraining festhalten. Mehrere öffentliche Börden, darunter das Hessische Kultusministerium, sowie die Regionalzeitung HNA übten Druck auf die Jean-Paul-Schule aus, bis diese sich gezwungen sah, die Vermietung der Räume für das Training zurückzuziehen.

Dazu erklärt die Initiatorin des Aktionstrainings, Ulrike Niklaus:
„Wir werden uns nicht einschüchtern lassen. Der Widerstand gegen den Betrieb von Atomkraftwerken ist nach wie vor absolut legitim und notwendig. Wir werden uns dem Castor-Transport gewaltfrei in den Weg setzen, das gebietet uns unsere Verantwortung kommenden Generationen gegenüber. Denn dass diese weiterhin mit jahrtausendelang strahlendem Müll belastet werden, können wir nicht zulassen. Davon wird uns auch der hessische Staatsschutz nicht abbringen.
Wenn die Jean-Paul-Schule nicht mehr als Veranstaltungsort für unser Training in gewaltfreier Aktion zur Verfügung steht, werden wir alternative Räume organisieren, in denen die Blockade-Übung stattfinden kann.“

Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von X-tausendmal quer, dazu:
„Die hessischen Behörden kriminalisieren engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Zivilcourage zeigen und Verantwortung beweisen. Mit massiven Drohgebärden sollen hier Trainings in gewaltfreier Aktion und deeskalierendem Verhalten verhindert und die Initiatoren eingeschüchtert werden.
Dabei ist die Staatsanwaltschaft Hessen klar im Unrecht: Eine gewaltfreie Sitzblockade auf Transportstraßen oder -schienen des Castor-Transports ist mitnichten eine Straftat, sondern gilt juristisch als Ordnungswidrigkeit, ähnlich dem Falschparken mit dem Auto. Entsprechend wird auch kein Richter ein dafür durchgeführtes Training als Aufruf zu Straftaten werten. Dies weiß auch die hessische Staatsanwaltschaft. Dass sie trotzdem zu derart massiven Einschüchterungs-Methoden greift, zeigt: Hier geht es ausschließlich um politische Einflussnahme. Bürgerinnen und Bürger, die gegen gefährliche Atomtransporte protestieren und sich der unverantwortlichen Atompolitik von Bund und Ländern widersetzen, sollen zum Schweigen gebracht werden, notfalls auch mit offenen Drohungen und unlauteren Mitteln.“

Für Rückfragen:

Ulrike Niklaus, 0175-5393498
Luise Neumann-Cosel, 0171-215 54 82

X-tausendmal quer ist eine bundesweite Anti-Atom-Initiative, die eine große gewaltfreie Sitzblockade gegen den Castor-Transport nach Gorleben organisiert.
http://www.x-tausendmalquer.de/