Das Anti-Atom-Plenum Kassel, kurz AAP entstand während der Protestbewegung gegen den Castortransport von La Hague nach Gorleben 2010. Das Anti-Atom-Plenum Kassel versteht sich als eine offene Plattform für alle Menschen und Organisationen, welche die Nutzung von Kernenergie in jeglicher Art und Weise ablehnen. Das Plenum ist sowohl für inhaltliche Arbeitsgruppen, für den Informationsaustausch als auch für die Planung von gemeinsamen Aktionen gedacht, die sich gegen die Nutzung von Kernenergie richten. Das Plenum versteht sich ausdrücklich als unparteilich und autonom. Wir möchten jede Form der Instrumentalisierung von vorn herein ausschließen.
Die Entscheidungsfindung des Plenums beruht auf dem Konsensprinzip. Das Plenum solidarisiert sich darüber hinaus mit Gruppen und Einzelpersonen, die infolge von Aktionen und Veranstaltungen von Repressionen und Sanktionen betroffen sind und hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese zu unterstützen.
Das AAP Kassel beschäftigt sich mit allen Themenfeldern rund um den unverantwortlichen Umgang mit Atomkraft wie Uranabbau, Atommülllagerung, Risiken atomarer Katastrophen, staatliche Produktion, Subventionierung und Export von Nukleartechnik, Lobbyismus etc. Diese Einzelthemen berühren nicht nur ökologische, sondern auch in hohem Maße gesellschaftliche und soziale Bereiche.
Das AAP betrachtet die Form von massivem Protest und Widerstand als Mittel auf die Missstände Atompolitik aufmerksam zu machen als sinnvoll. Außerdem ist die konstruktive Einmischung in die politischen Entscheidungsprozesse ein wichtiges Werkzeug um alternative Wege aufzuzeigen und einen möglichst schnellen Energieaausstieg zu realisieren. Da die Politik aber auf ganzer Linie versagt, ist es darüber hinaus dringend notwendig, den Ausstieg aus der Atomenergie selbst in die Hand zu nehmen. Die Sensibilisierung der Menschen für die Risiken der Atomtechnologie und das Aufzeigen von Alternativen sind daher wichtige Aspekte der inhaltlichen Arbeit des AAP Kassel.
Obwohl das Plenum aus der Motivation heraus entstanden ist, sich mit den Problemen zu befassen, die aus der Nutzung der Kernenergie resultieren, ist es grundsätzlich auch offen, sich für andere, ähnlich gelagerte Themen aus dem Bereich ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu engagieren und dahingehende Aktionen Anderer zu unterstützen.